STADTLOHN - ESTERN
Weihnachtssingen
2009
Zu den besonderen Brauchtümern zählt in Estern das Weihnachtssingen.
Nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich einige Männer aus Estern zusammen, um das
Weihnachtsfest durch ihren Stimmensatz zu verschönern.
Bis zu 20 Männer oder auch mal mehr aus drei Generationen gehen seit nun mehr
als sechs Jahrzehnten am Abend des ersten Weihnachtstags von Haus zu Haus zu ,
um mit ihren Gesang die Hausbewohner zu erfreuen.
Es wird in traditioneller Weise der Ablauf des Abends eingehalten.
Um 20:00 Uhr treffen sich Jung und Alt
aus den Familien:
Elsing, Mesken, Räwer, und Kößer bei Schmittmann. Hier wird als erstes:
O selige Nacht gesungen.
Vor der Haustür bei Elsing ertönt dann:
- Menschen die ihr ward verloren -
Kirchen- und Weihnachtslieder
werden so auch der jungen Generation näher gebracht
um nicht in Vergessenheit zu geraten.
Bei te Pas erklingt:
- O du fröhliche -
Das Weihnachtslied:
- Zu Bethlehem geboren -
hört man beim Halt der Gesangsgruppe vor Elsings Kotten.
Auf weiterem Weg, vor Kößer wird:
- Heiligste Nacht - und bei Mesken: - In Gnaden uns Behüte - gesungen.
Nicht nur den Jungen, auch den Älteren macht es
nach vielen Jahren immer noch Spaß.
So wie Ignatz Elsing mit 87 Jahren, Josef Räwer, 80 Jahre (Dirigat), Theo Kößer,
73 Jahre und Bernhard Mesken, 70 Jahre.
Mit 64 war Werner Räwer in diesem Jahr schon zum 50. Mal dabei.
An der ehemaligen Schule Estern singt die Männergruppe – Stille Nacht.
Lobet und Preiset ihr Völker den Herrn - hört man bei Räwer im mehrstimmigen
Kanon.
Bei Ehlker-Bockwinkel klingt es: - Seid nun fröhlich jubilieret.
Dort, an der Weggabelung nach Höing wo einst eine dicke Eiche stand, erschallt -
Es ist ein Ros entsprungen.
Damit bei Wind und Wetter, Eis und Schnee die Stimmen nicht versagen, werden sie
zwischendurch von den Frauen mit einem "Schnäpschen" aufgewärmt.
Nach dem Abschusslied am
Kriegerdenkmahl
- Großer Gott wir loben Dich -
kehren alle zu ihren Familien zurück.
Text und Fotos:
Georg Weitenberg